Neue Erlebnisse auf Stadtführungen und in Museen

Ein Frühling für Entdecker Neue Erlebnisse auf Stadtführungen und in Museen

Der 20. März ist Frühlingsbeginn. Das mildere Wetter und die aufkeimende Natur bieten eine willkommene Möglichkeit, wieder rauszukommen und statt der eigenen vier Wände Bochum zu entdecken. Perfekt dafür geeignet sind die vielfältigen Stadtführungen, die ab März mit einigen neuen Höhepunkten wieder angeboten werden. Dabei können nicht nur Touristen, sondern selbst eingefleischte Bochumer noch etwas über ihre Heimatstadt dazulernen. Glauben Sie nicht? Probieren Sie es aus.

Die von Bochum Marketing angebotenen Stadtführungen zeigen nicht nur klassische Sehenswürdigkeiten, sondern kehren den Charakter der Stadt heraus. Dazu gehören in Bochum auch Currywurst, Fiege und Co. Beim Stadtrundgang für Leckerschmecker, der ab März den kulinarischen Stadtrundgang ersetzt, wird sich an ausgewählten Samstagen auf ganz lockere Art durch Bochum geschlemmt, gleichzeitig werden noch Dönekes über die Innenstadt erzählt. Der Start erfolgt an der Bochum Touristinfo mit lokalem Schnaps und Süßem. „Das ist eine schöne und vor allem leckere Tour, bei der wir mit manchen Dingen auch gebürtige Bochumer überraschen können“, sagt Sascha Scherhag, der seit 2006 nebenberuflich Gästeführer ist.

Ganz neu im Programm ist die Führung „Westpark XXL“, eine spannende Tour über das ehemalige Gelände des Bochumer Vereins, die tief in die Geschichte eintaucht. Im Fokus des ausführlichen Rundgangs stehen die gestalterischen Elemente des Westparks, auch angrenzende Sehenswürdigkeiten, wie das Colosseum und die Erzbahnschwinge, werden in eineinhalb Stunden besichtigt. In den vergangenen Jahren wurden bereits zwei Touren durch den Westpark angeboten. „Die bleiben im Programm, denn sie sind äußerst beliebt“, verrät Bettina Kersting, Projektleiterin bei Bochum Marketing. Beide Führungen sind spektakulär. Bei „Fackeln und Finsternis“ leuchtet das Feuer den Weg durch die historischen Punkte entlang des Geländes, und bei „Unterwelt plus Westpark“ können die Jahrhunderthalle unter Tage und der Park im Freien entdeckt werden.

Im Laufe des Jahres kehren auch andere altbewährte Rundgänge ins Programm zurück. Das Angebot ist so bunt wie Bochum selbst: ob geschichtlicher Spaziergang mit anschließendem Gaumenschmaus („Schichtwechsel meets Feierabendmarkt“), ein Stadtrundgang auf Ruhrdeutsch („Bochum, wie et wirklich is …“), auf der Jagd unter anderem nach Riesen („Bochumer Sagentour“) oder Bochums Stadtgeschichte im Spiegel öffentlicher Kunst („Stein. Stahl. Bronze. Licht.“).

Spannende Führungen lassen sich ebenfalls in Wattenscheid erleben. Im vergangenen Jahr hat bei „Hoch hinaus in Wattenscheid“ erstmals eine Gruppe das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Holland mit seinen 212 Stufen bestiegen, um die Aussicht von ganz oben zu genießen. Die Führung wird in einer neuen Tour um das „Drumherum“ erweitert. Dabei wird auch das Gelände der ehemaligen Zeche Holland besichtigt. Zum Abschluss der Führung gibt es ein Getränk im Kumpeltreff direkt am Fördergerüst. Wer gleich mehrere Sehenswürdigkeiten mitnehmen will, kann auf die Tour „Wattenscheids Schmuckstücke“ gehen. Hier werden in rund zwei Stunden neben dem Fördergerüst unter anderem der Alte Markt mit der Kirche und das alte Wattenscheider Rathaus besucht.

Wer eher auf Köpfe setzt, ist bei den Bochumer Promi-Führungen von Stephan Haas vom Tour Service Ruhr richtig. Auch diese können über Bochum Marketing gebucht werden. Dabei geht es ausschließlich um prominente Persönlichkeiten, die aus Bochum stammen oder hier bedeutsam waren: von Tana Schanzara und Herbert Grönemeyer über Graf Engelbert und James Bond bis hin zu lokalen Originalen, die oft noch nicht im Rampenlicht standen, aber Großes geleistet haben. Überraschendes bis Spannendes gibt es hier zu erfahren.

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Eisenbahnmuseum Bochum

Wer eher auf Köpfe setzt, ist bei den Bochumer Promi-Führungen von Stephan Haas vom Tour Service Ruhr richtig. Auch diese können über Bochum Marketing gebucht werden. Dabei geht es ausschließlich um prominente Persönlichkeiten, die aus Bochum stammen oder hier bedeutsam waren: von Tana Schanzara und Herbert Grönemeyer über Graf Engelbert und James Bond bis hin zu lokalen Originalen, die oft noch nicht im Rampenlicht standen, aber Großes geleistet haben. Überraschendes bis Spannendes gibt es hier zu erfahren.

Die große Dampflok 38 2267 – die preußische P8 – wurde den Winter über repariert und soll voraussichtlich bis zum Saisonstart fertig werden. Dank einer Förderung des Landes wird auch die Diesellok V36 231 wieder betriebsfähig gemacht. Und der Transrapid steht noch in der Pipeline, hier werden derzeit Transport und Aufbau geplant. Daneben können die Besucher im neuen Empfangsgebäude eine Ausstellung zur Eisenbahngeschichte sehen. „Die Hoffnung besteht, dass wir in diesem Jahr auch wieder unsere Veranstaltungen ins Programm nehmen können“, sagt Museumsleiter Harald Reese.

Zeche Hannover

In der Zeche Hannover startet ab dem 12. März das Programm. Veranstaltungen wie die Comedyshow „NachtSchnittchen“ (1. März/27. April) oder das beliebte Dampffestival im Mai locken mittwochs bis sonntags ins LWL-Industriemuseum. Auch hier werden Erlebnisführungen angeboten, etwa zur Geschichte des Wohnens und der Migration – oder zur Entdeckung der Dampffördermaschine aus dem Jahr 1893, die bei Schauvorführungen in Bewegung gebracht wird. Eine Attraktion für junge Besucher ist das Kinderbergwerk „Zeche Knirps“.

Vom 12. bis zum 19. März steht das Medienkunstfestival FUTUR 21 von LWL und LVR im Mittelpunkt der Aktivitäten, mit Pop-up-Planetarium, Singing Machine, Poetry Slam, Silent Disco und Tanztheater. „Das ist eine super innovative Nummer. Die Leute können sich darauf freuen“, verspricht Museumsleiter Dietmar Osses. Als Festivalarbeit ist „Slow Violence“ von Joanie Lemercier zu sehen, die die Eingriffe des Menschen in die Umwelt erlebbar und die Folgeschäden sichtbar macht. Als dauerhafte Arbeit wird am 16. März im Malakowturm die körperlich spürbare Klanginstallation „Singing Machine“ von Zorka Wollny eröffnet. Ab dem 19. März wird außerdem die Sonderausstellung „Berührte Landschaften“ mit Fotografien von Udo Kreikenbohm gezeigt, mit ungewöhnlichen Blicken auf die Landschaften des Ruhrgebiets. „Wir haben das Gefühl, die Besucher scharren schon mit den Hufen, dass es wieder losgeht“, so Osses.

 

Felix Kannengießer

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe März 2022 erschienen.

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