bodo e. V. eröffnet einen Buchladen im Ehrenfeld

Arbeitsplätze durch Bücher bodo e. V. eröffnet einen Buchladen im Ehrenfeld

Bücherfreunde aufgepasst – wer gerne nach gebrauchten Büchern stöbert, ist im neu eröffneten Buchladen des Vereins bodo in der Königsallee 12 genau richtig. Seit dem 30. September finden Kunden hier gut erhaltene, gebrauchte Belletristik, Kinderbücher, Sach- und Fachbücher, Ratgeber, Antiquarisches und DVDs. Schon seit Längerem war das bodo-Team auf der Suche nach einem geeigneten Ladenlokal. Denn das Konzept ist nicht neu: Bereits seit 2001 gibt es in Dortmund einen bodo-Buchladen. Nun konnte die Idee auch im Ehrenfeld verwirklicht werden: „Und das in einer super Lage, nur wenige Meter vom Schauspielhaus entfernt“, freut sich bodo-Vertriebsleiter Oliver Philipp, der seit elf Jahren für den gemeinnützigen Verein tätig ist.

„Wir freuen uns sehr, wenn gut erhaltene Bücher als Spenden für unseren Buchladen abgegeben werden“, erklärt der Vertriebsleiter. Diese können montags von 10 bis 13 Uhr oder samstags von 10 bis 12 Uhr in der Kleiderkammer Altenbochum/Laer in der Liebfrauenstraße 8–10 abgegeben werden. Als Bücherspender kann man hier sowohl etwas für die ökologische als auch für die soziale Nachhaltigkeit tun. Denn die Bücherspenden leisten einen wichtigen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung der Arbeitsplätze in dem Antiquariat. Für die Annahme und Sortierung, die Katalogisierung und den Verkauf der Buchspenden werden Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen geschaffen. Und es ist auch eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann möglich.

Bücher schaffen Stellen!

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Das Projekt „Bücher schaffen Stellen“ ist jedoch nur ein Projekt von vielen, um Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Seit 1994 unterstützt der Verein bodo Menschen in sozialen Notlagen. Der Verein betreibt in Bochum und Dortmund Anlaufstellen für Wohnungslose und bietet Beratungsangebote an. Neben „Bücher schaffen Stellen“ gibt es noch das Beschäftigungsprojekt Transport und das monatliche Straßenmagazin, welches sicherlich vielen bekannt ist. Mit dem Straßenmagazin ermöglicht der Verein Menschen in Wohnungslosigkeit einen kleinen Zuverdienst. Grundsätzlich geht es bei den Beschäftigungsprojekten aber vor allem darum, den Menschen nicht nur eine Perspektive zu geben, sondern auch wichtige Fähigkeiten zu vermitteln, die notwendig sind, um beruflich wieder Fuß zu fassen. „Außerdem ist es immer einfacher, sich aus einem Job heraus zu bewerben“, erklärt Oliver Philipp.

„Das Ladengeschäft wird künftig auch Startpunkt der ‚Kaffee und Knifte Versorgungstouren‘ sein“, erzählt er weiter. Mehrfach die Woche versorgen ehrenamtliche Helfer Wohnungslose mit heißen Getränken, belegten Broten, Schlafsäcken und Hygieneartikel. Außerdem stehen die Ehrenamtlichen mit Rat zur Seite und informieren die Menschen auf der Straße über bestehende Angebote sowie Hilfseinrichtungen.

Der Verein möchte aber auch in der Bevölkerung Aufklärung leisten und bietet jeden dritten Samstag im Monat soziale Stadtführungen an. Dabei geht es darum, den Blickwinkel zu ändern und die Stadt aus Sicht der Wohnungslosen zu erkunden. Wie ist der Tagesablauf? Welche Angebote und Hilfen gibt es eigentlich? Die Stadtführer, meist Straßenmagazin-Verkäufer, berichten von ihren Erfahrungen rund um das Thema Wohnungslosigkeit.

 

Charlotte Kreckel

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe November 2020 erschienen.

bodo e. V. – Der Buchladen

Königsallee 12
44789 Bochum

Montag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag 10 bis 14 Uhr

info(at)bodoev.de
www.bodoev.de

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